Teresa Nagengast

Romantik & tiefe Gefühle

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Exaltiert - Santa Monica 90410

Eigentlich könnte sich Emilia glücklich schätzen. Ian und sie sind den Drogendealern entkommen, Nico sitzt im Gefängnis und alles könnte wieder normal sein. Doch Ian, der mit den traumatisierenden Erlebnissen zu kämpfen hat, wendet sich immer mehr von Emilia und ihren Freunden ab und ertränkt seine Gefühle in Alkohol und Rauschmitteln. Emilia fleht ihn an, sich Hilfe zu suchen, aber erst als diese von ein paar betrunkenen Männern belästigt wird, hört Ian auf sie und begibt sich in eine Klinik. Dort findet er nicht nur langsam wieder zu sich, er lernt auch die an Depressionen leidende Mandy kennen, die ihm zeigt, dass Geld und Erfolg nicht alles sind. Als Emilia überraschend in sein Zimmer kommt und dabei auf Mandy trifft, flippt sie aus. Wird es zu einer Aussprache kommen? Oder werden die gemeinsamen Erlebnisse letztendlich alles zerstören?

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    Teresa Nagengast

Vita

Teresa Nagengast (25) lebt mit ihrem Lebensgefährten im ländlichen Bereich in Mittelfranken. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie erst in einem Bildungsverlag und mittlerweile als Online-Redakteurin für eine Tageszeitung. Seit zwei Jahren veröffentlicht sie zudem mit Begeisterung ihre eigenen Romane. Die Sparte reicht hierbei von Frauenromanen über Dramen bis hin zu fantasievollen Jugendbüchern.

Leseprobe

Kapitel 1

»Weißt du, eigentlich wollte ich eure Eltern gleich anrufen, aber dann dachte ich mir, ich lass euch und sie ruhig noch etwas zappeln. Ich meine, was schadet es, sie erst in ein paar Stunden zu kontaktieren und nach Lösegeld zu fragen? In ein paar Stunden kann man viel machen – und was dein Freund nebenan so erzählt hat, kann man mit dir jede Menge Spaß haben.«
   Mit keuchendem Atem beobachtete Emilia, wie sich Ricardo vom Tisch abstieß und langsam hinter sie trat. Sie versuchte, sich zu drehen, doch mehr als seinen Ärmel konnte sie bei allen Bemühungen nicht erspähen.
   »Mhm!«
   Trotz des ekligen Tuchs, das in ihrem Mund steckte, versuchte sie zu schreien. Keine Chance. Stattdessen schmeckte sie nur den abstoßenden Dreck des Stoffes. Als sie Ricardos widerliche Finger im Nacken spürte, musste sie würgen. Das konnte alles nur ein Albtraum sein, das musste ein Traum sein.
   Amüsiert streichelte Ricardo ihren Hals. »Meinetwegen nehme ich dir den Stofflappen wieder ab, aber nur, wenn du versprichst, nicht wieder aus voller Kehle zu brüllen.«
   Emilia nickte. Sie würde alles versprechen, um von dem Bakterientuch befreit zu werden.
   »Schön, wenn ich einen einzigen Schrei höre, bekommst du es wieder – doch vorher tränke ich es in der Toilette.«
   Emilia wimmerte.
   Langsam nahm Ricardo ihr den Mundschutz ab, und Emilia spuckte würgend zu Boden.
   »Na, na … dass du mir nicht den Boden versaust. Der wurde erst frisch geputzt.« Gackernd lachte er über seinen eigenen Witz.
   Ein lautes Klopfen vermischte sich mit dem Gelächter, dann ein gellender Schrei. Jemand rüttelte an Emilias Schultern, doch es war nicht Ricardo. Der lachte noch immer gackernd, wobei sich das Lachen allmählich wie ein grelles Piepen anhörte. Emilia schlug die Augen auf und fuhr in ihrem Bett hoch.
   Ricardos blitzende Augen waren verschwunden, stattdessen blickte sie in die aufgerissenen Augen ihrer Mutter, die ihr durch das Haar strich.
   »Scht«, sagte sie sanft. »Es war nur ein Traum.«
   Emilia presste die Augen zusammen, nur um sie gleich darauf wieder aufzureißen. Ihre Mutter stand noch immer neben ihrem Bett. Der Schrei, den Emilia wahrgenommen hatte, war verklungen, das grelle Piepen erklang aus ihrem Handy – ihr Wecker. Allmählich begann sie sich zu entspannen. Es war tatsächlich nur wieder ein Traum gewesen.
   Ein Monat war mittlerweile vergangen, seit Ian und sie entführt und im letzten Moment gerettet worden waren. Ein Monat, in dem sie nur langsam anfing, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Emilia griff nach ihrem Handy und schaltete den Wecker aus.
   Ihre Mutter hatte aufgehört, ihr über das Haar zu streicheln, stand jedoch noch immer mit besorgter Miene neben ihr. Allgemein ließ sie Emilia kaum noch aus den Augen.
   »Es ist alles gut. Du kannst gehen«, sagte Emilia bestimmt.
   Lilli zögerte noch einen Moment, dann drehte sie sich langsam um und verließ das Zimmer.
   Emilia seufzte, trank einen Schluck Wasser, um vollends in der Wirklichkeit anzukommen, und checkte ihre Nachrichten.
   »Ich fahr mit James in die Schule. Warte nicht auf mich. XO«, hatte ihre beste Freundin Julienne geschrieben, und ihr Vater hatte ein Bild vom Sonnenaufgang in New York geschickt, er war wie so oft auf Geschäftsreise. Emilia klickte weiter, doch wieder keine Nachricht von Ian. Kurz überlegte sie, selbst aktiv zu werden, doch dann schmiss sie das Handy auf ihr Kopfkissen und stand auf, um zu duschen.
   Sie hatte in den vergangenen Wochen täglich versucht, Ian aus seinem Bau, in dem er sich verkrochen hatte, zu locken, jetzt lag es an ihm, aktiv zu werden.
   »Du kannst Menschen nur helfen, die sich helfen lassen«, schallten die Worte ihres Vaters in Emilias Kopf, und sie nickte demonstrativ. Sie hatte immerhin dasselbe wie Ian durchgemacht, sie war es schließlich gewesen, die dieser dreckige Ricardo betatscht hatte. Warum also sollte es an ihr sein, Ian wie ein zartes Blümchen zu behandeln, das bei jedem kleinen Sturm zerbrechen konnte?
   »Weil gerade tough wirkende Menschen manchmal (...)

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