Brina Capriolo

Erotische Romane

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Flammende Kirschküsse

Image

Lee Anne ist Poledancerin aus Leidenschaft in einem New Yorker Nachtklub. Connor macht als erfolgreicher Physiotherapeut Karriere. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein, und dennoch prallen ihre Welten heftig aufeinander. Die knisternde Anziehung zwischen ihnen ist nicht zu leugnen. Doch sie stehen sich selbst im Weg, denn Lees dunkle Vergangenheit greift unerbittlich nach ihr und will sie endgültig verschlucken. Kann Connor sie retten und dabei über seinen eigenen Schatten springen?

Shoppen bei: Amazon Thalia Tolino
  • Brina
    Capriolo
    E-Book: 4.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Brina Capriolo
    Flammende Kirschküsse
  • Flammende Kirschküsse
    Brina Capriolo

Vita

Brina Capriolo

Brina Capriolo ist 1987 in Frankfurt am Main geboren worden, bis heute verbindet sie eine große Liebe zu dieser Stadt. Über die Stationen Düsseldorf und Stade landete sie mittlerweile in einer chaotischen, aber liebenswerten WG mit ihrem besten Freund in Niedernhausen im Taunus. Ihr tägliches Brot verdient sie in der Schriftgutverwaltung für das Land Hessen. Wenn sie nicht gerade schreibt, kocht und backt sie für ihr Leben gern oder bringt die heimischen Konsolen zum Glühen. Mit zwei Gedichten konnte sie 2004 beim Freundeskreis Düsseldorfer Buch´75 eV an einer Lesung teilnehmen. Ihre Kurzgeschichte „Eine zertretene Rose“ gewann 2008 den 1.bodylyrics-Kurzgeschichtenwettbewerb von Mumate und w-id.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Kapitel 1

Kalte Dunkelheit. Nässe. Ein Lichtblitz. Dann wieder Dunkelheit. Der Beat wurde härter, schnell und elektrisierend. Mit einem Kribbeln in den Füßen begann es, das sich bis hoch zum Bauch vorarbeitete und heftig pochte. Lee schnappte nach Luft, versank wieder in der Kälte, spürte das Metall unter ihren Fingern, doch sie sah ihre Umgebung nicht. Die bunten Lichter flackerten wild in dem sonst dunklen Raum. Ein absoluter Rausch, sie spürte den Beat der Musik mehr, als dass sie ihn hörte. Sie war die meiste Zeit ihres Tanzes unter Wasser, von daher war das nicht verwunderlich.
   Lee griff nach der Poledancestange, die in einem drei Meter tiefen Poolbecken stand und wirbelte das Wasser auf. Luftbläschen umhüllten sie und das violette Chiffonkleid, das farbenfrohe Bahnen zog. Lasziv rekelte sie sich an der Stange, fühlte sich unter Wasser schwerelos. Es war eine vollkommen neue Art des Tanzens. Keuchend tauchte sie nach zwei weiteren Drehungen wieder auf, zog sich an der Stange, die zwei Meter über die Wasseroberfläche hinausragte, aus dem Becken. Ihre Füße fanden blind die kleine Plattform, so oft hatte sie diese Performance geübt. Ihr Puls hämmerte wie verrückt in ihrer Brust, doch ihr blieb weder Zeit für einen Blick ins Publikum noch durfte sie sich Gedanken über die Gefahren dieses Tanzes machen. Sie schwang sich pitschnass, wie sie war, an die Stange, drehte sich über Kopf und wendete enorme Kraft auf, um das vollgesogene Kleid mit sich zu ziehen und dabei immer noch sexy auszusehen. Das war die Kunst. Das war ihre Show.
   Während des Trainings hatte sie ein paar Mal den Halt verloren und war wie ein Mehlsack ins Wasser gefallen. Metall und Nässe waren eben eine glitschige Angelegenheit, aber wenn es funktionierte, wirkte es anmutig und erregend. Lee spreizte die Beine und legte alle Kraft in ihre Arme, damit sie nicht abrutschte. Sie hörte das Publikum toben, spürte die Musik in jeder Faser ihres Körpers und fühlte sich wie berauscht. Aber genau das brauchte sie.
   Mittlerweile schmerzte jeder Muskel. Sie hatte sich auch unbedingt die zwei schwierigsten Elemente aussuchen müssen während des vierteiligen Events im Sugar & Salt. Aber so war sie. Sie liebte den Nervenkitzel, die Bühne und die Arbeit hinter solch einer Choreografie. Und das Element Feuer stand noch aus.
   Der Beat nahm zu, die blauen Lichter wurden hektischer, und Nebelschwaden umhüllten die Bühne. Das große Finale stand an. Lee tänzelte sich die Stange hinauf, die an der Bühnendecke verankert worden war und im gläsernen Pool endete. Ihr Puls pochte heftig, das war der riskanteste Teil ihrer Choreografie. Aber das war der Reiz, für diese Momente lebte sie. Sie griff mit den feuchten Händen die Stange und streckte sich kerzengerade, sodass sie gerade herab an der Stange hing, das nasse Kleid zog sie schon förmlich in die Tiefe. Wenn sie hierbei draufging, dann wenigstens mit einer Wahnsinnsshow. Lee grinste und ließ bei den letzten Takten des Songs los.

Es lagen weiterhin Nebelschwaden in der Luft, es roch nach Alkohol, Schweiß und heißen Trieben. Haut an Haut, in immer schnelleren Rhythmen. Ein typischer Abend im Sugar & Salt. Lee betrachtete die tanzende Menge und angelte nach ihrem Drink. Sie liebte es, die Menschen zu beobachten, wie sie sich mal mehr, mal weniger gut zu der Musik bewegten. Allerdings gab es kaum Frischfleisch, sie glaubte, jedes Gesicht zu kennen. Aber einen Abend auf der Couch verbringen? Selbst nach der anstrengenden Choreografie vor zwei Stunden wäre dies keine Option gewesen. Dafür liebte sie das Nachtleben zu sehr.
   »Gott, ich sterbe vor Langeweile. Warum sind wir noch hier? Ich dachte, nach deiner Badewannennummer könnten wir endlich verschwinden«, jammerte Steve. Der platinblonde Mann ließ sich auf dem Loungesofa neben sie sinken und klaute den Drink aus ihrer Hand. Der Schweiß glänzte auf seiner hohen Stirn, und die stahlblauen Augen funkelten in den bunten Lichtern. Er nahm einen großzügigen Schluck und verzog angewidert das Gesicht. »Wie kannst du nur Gin Tonic trinken? Und dann auch noch mit Kirschsaft. Du bist echt pervers.«
   Lee entriss ihm ihr Glas und leerte es in einem Zug. »Besorg’s dir doch selbst.«
   Steve strich sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht und schlug die für einen Mann unverschämt langen, dünnen Beine (...)

Mehr Leseempfehlungen