Bettina Ferbus

Paranormal & Mystery

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Seitenwechsel - Austrian Vampire World 4

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In Unterwald gelten Vampire als blutrünstige Monster. Doch als sich Jakob gegen seinen Willen durch ein kontaminiertes Antibiotikum verwandelt, ist er immer noch Jakob. Nur, dass das im Dorf niemand außer Jakobs Geliebter Stefanie glauben will. Selbst seine Verwandten sind der Überzeugung, ihm einen Gefallen zu tun, wenn sie ihn töten. Jakob kann nur überleben, wenn er aus Unterwald flieht, aber seine Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Einzig Stefanie setzt alles daran, ihm zu helfen.

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Vita

Bettina Ferbus

Bettina Ferbus ist eine bekennende Süchtige. Sie ist süchtig nach Pferden - das hat sich schon in ihrem Hauptberuf niedergeschlagen: Sie ist Reitlehrerin - und sie ist süchtig nach Gedrucktem. Zwanghaftes Lesen mit einer besonderen Vorliebe für Phantastisches führte dazu, dass sie Geschichten zu schreiben begann. Zuerst Kurzgeschichten, die in verschiedenen zum Teil preisgekrönten Anthologien erschienen sind, später auch längere Texte.

Leseprobe

1. Kapitel
Stefanie

»Du bleibst im Haus! Wir haben Vampiralarm!«
   Stefanie lief ihrem Vater nach. »Komm schon, Papa! Ich bin keine zehn mehr! Ich kann euch helfen!«
   »Bei aller Liebe, aber dazu bist du momentan nicht in der Verfassung.«
   Stefanie schnaubte. »Es würde mich ablenken. Glaubst du, es ist besser, wenn ich hier herumsitze? Allein!«
   »Du wärst nicht konzentriert. Es ist zu gefährlich.«
   »Ich kann auf mich aufpassen!«
   Ihr Vater schlug ihr die Tür vor der Nase zu. Frustriert trat Stefanie gegen das Holz. Verdammt! Reichte es nicht, dass Jakob gestorben war? Schon schossen wieder Tränen in ihre Augen. Sie vermisste ihn so. Warum hatten sie ihr nicht wenigstens erlaubt, ihn noch einmal zu sehen, sich von ihm zu verabschieden?
   Die Gefahr der Ansteckung sei zu groß. Bei einer Lungenentzündung! Gestorben war Jakob an dem Antibiotikum, das ihn eigentlich hätte heilen sollen. »Das Medikament war mit einem Virus kontaminiert«, lautete die offizielle Erklärung.
   Stefanie kauerte sich auf dem Boden zusammen. Heiße Tränen liefen über ihre Wangen und benetzten ihre Jeans. Es tat so weh. Wenn sie doch nur die Zeit zurückdrehen könnte! Sie wollte die letzten beiden Wochen einfach streichen und für immer in jenem Moment nach der Heuernte verbleiben. In ihrer Erinnerung durchlebte sie noch einmal die letzten Stunden dieses heißen, sonnigen Tages. Sie roch wieder das frische Heu, sah Sonnenstrahlen, die zwischen den Brettern in die Scheune fielen, und die Staubkörner, die in ihnen tanzten.
   »Pst!« Jakob fasste sie am Arm und zog sie beiseite.
   Stefanie schrie leise auf, war dann jedoch sofort wieder still. Zu selten gelang es ihnen ein paar gestohlene Momente zu zweit zu genießen. Ein Kuss, ein wenig Gefummel, dann tauchte meist schon jemand auf. Das war der Nachteil, wenn man in einer Zweihundertseelengemeinde wohnte.
   Wenigstens waren in Unterwald die Sitten nicht ganz so streng wie in Waschenberg, wo nach dem Vampirkrieg das Mittelalter wieder Einzug gehalten hatte. Dort war eine Beziehung vor der Ehe gänzlich undenkbar, und die Eltern bestimmten, wen man heiratete.
   Für Stefanie kam nur Jakob infrage. Sie würde sich von niemandem reinreden lassen. Zärtlich biss sie ihn in die Unterlippe. Er stöhnte auf, zog sie enger an sich. Seine Hände wanderten unter ihre Bluse und strichen ihren Rücken entlang.
   »Was hältst du davon, wenn wir heiraten?« Jakob sah sie erwartungsvoll an. »Zwar habe ich kein Land und kein Haus, aber ich bin ein guter Arbeiter. Ich schaffe es, für uns etwas aufzubauen. Für uns und unsere Kinder.«
   Stefanie drückte ihn und küsste ihn. Dann warf sie ihre blonden Zöpfe zurück. »Ich dachte schon, du würdest mich nie fragen.«
   »Glaubst du, dein Vater ist einverstanden? Ihm wäre Erich lieber gewesen.«
   »Ja, weil er den Hof seiner Eltern erbt. Aber keine Sorge, ich rede mit meinem Vater. Schließlich heirate ich einen Mann und keinen Hof.«
   Jakobs Hände lagen warm auf ihrem Rücken.
   Sie drückte sich an ihn, die Arme um seinen Nacken geschlungen. »Treffen wir uns heute Nacht?«
   »Ganz wie die Dame wünscht. Ich hole dich ab.«
   Ein paar Stunden später klopfte es leise an ihr Fenster. Sie hörte es immer noch. Doch nein, es klopfte tatsächlich jemand.
   Stefanie sprang auf, eilte zu ihrem Zimmer, stoppte dann jedoch abrupt vor der Tür. Ihr Vater hatte zum Glück nie mitbekommen, dass sich ein Ast des alten Apfelbaumes so biegen ließ, dass man zu ihrem Fenster gelangte. Ideal, um sich heimlich mit dem Geliebten zu treffen. Niemand außer ihr und Jakob wusste davon. Bis jetzt! Irgendjemand musste es herausgefunden haben. Sie schnappte sich Großmutters Zinnvase, die auf einem kleinen Beistelltischchen im Flur stand, und öffnete die Tür. Zuerst war das Gesicht nicht mehr als ein heller, ovaler Fleck am Fenster. Doch als sie ein paar Schritte in den Raum machte, erkannte sie die Züge. Die Vase entfiel ihren schlaff werdenden Fingern.
   Jakob! Er war doch nicht tot. Sie hatten sich alle getäuscht. Vielleicht war der Herzstillstand eine (...)

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