Britta Orlowski

Romantik & tiefe Gefühle

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Spätsommersprossen - St. Elwine 5

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Wieso soll das Revival-Konzert in einem unbekannten Küstenort stattfinden? Zunächst lehnt Baylee ab, nur, um später die Meinung über ihre Teilnahme zu ändern. Für diese Schnapsidee zeichnet das Hippie-Blut in ihren Adern verantwortlich. Alles, was mit den Ted Brunner Singers zu tun hat, gehört eigentlich in ihre Vergangenheit. Auch der ehemalige Sänger Joel DeLuca, das optische Schmankerl ihrer Band, der Sahnetupfer auf der Torte. Kurz nach ihrer Ankunft in St. Elwine erfährt Baylee mehr. Joel befindet sich ganz in ihrer Nähe, und er ist der Reverend dieser Stadt. Sofort beschleunigt sich ihr Herzschlag. Doch viel schlimmer ist, sie soll zu ihm gehen und ihn umstimmen, denn er verweigert sich dem Konzert. Dabei wissen die ehemaligen Mitglieder der Hippie-Combo, was damals passiert ist. Damals, in einem anderen Leben, als alles irgendwie leicht schien, bis das Unglück geschah.   Trip wider Willen nach St. Elwine

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Vita

Britta Orlowski

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren. Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“. Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Leseprobe

Prolog
Sommer 2007

Natürlich kannte sie das Alter ihrer Chefin, und diese hatte zu keinem Zeitpunkt ein Geheimnis daraus gemacht, wann sie in Pension ging. Die Monate waren jedoch schneller vergangen, als sie für möglich gehalten hatte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass Baylee es vorzog, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft zu grübeln. Sie lebte jetzt.
   Es war trotzdem schade, dass ihr nur noch vier Tage bei ihrer Arbeitgeberin blieben. Ausgerechnet, wo sie sich angekommen glaubte in einem Job, der ihr endlich richtig Spaß machte, sie forderte. Der wie für sie geschaffen war. Nach all den Jahren, wo sie sich mit unzähligen Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten hatte, schien die Arbeit bei der Sprachtherapeutin ihre Offenbarung zu sein.
   Baylee seufzte. Ihr blieb nichts anderes übrig, als wieder einen Neuanfang zu wagen. Den wievielten eigentlich? Egal. Es half nichts, zu lamentieren. Sie wusste, sie würde es erneut schaffen, die Frage war lediglich: Was bot sich ihr an? Im Grunde war eher das Frühjahr ideal dafür, einen neuen Weg einzuschlagen. Sicher klappte das auch noch im Spätsommer. In ihrem Zweckoptimismus schwang allerdings jede Menge was mit? War ihre Frühjahrsmüdigkeit in einen Sommerschlaf übergegangen? Oder zeichnete etwas anderes für den Stich der Resignation in ihr verantwortlich?
   Sie schloss die Praxisräume ab und lief die paar Straßen nach Hause. Wie immer sah Baylee als Erstes im Briefkasten nach. Man konnte ja nie wissen, ob dort eine freudige Botschaft auf sie wartete. Wie zum Beispiel eine Benachrichtigung, sie hätte im Lotto gewonnen. Zumindest ließ sie die Tatsache außer Acht, dass sie überhaupt nicht Lotto spielte.
   Der Briefkasten war mit Werbung vollgestopft. Gerade, als ihr Ich-hätte-es-wissen-müssen durch den Kopf ging, kam unter all dem Kram ein Brief zum Vorschein. Ein Geschäftsbrief, adressiert an sie. Der Absender im Fenster war allerdings so klein gedruckt, dass sie ihn nicht lesen konnte, auch nicht, als sie das Schreiben weiter von sich weghielt.
   »Guten Abend.« Ihre Nachbarn, ein altes Ehepaar, schlurften über den Flur.
   Sie grüßte zurück und hielt ihnen die Tür auf, bis Mr. und Mrs. Robinson ihre Einkäufe hineingetragen hatten. Die Frau lächelte sie freundlich an. »Vielen Dank, meine Liebe.« Da Baylee noch immer versuchte, den Absender zu entziffern, streckte die alte Dame die Hand aus. »Jaja, so fing es bei mir auch an. Machen Sie sich nichts draus, wir werden alle älter.«
   Abrupt ließ Baylee den Brief sinken. Es lag schließlich nur an der schlechten Beleuchtung im Hausflur und nicht an nachlassender Sehkraft, dass sie nicht lesen konnte, wer ihr den Brief geschickt hatte. Neuerdings benutzten die Leute offensichtlich sehr gern eine viel zu kleine Schrift.
   Sie half den Robinsons, die im Erdgeschoss wohnten, auch noch, deren Tüten in die Küche zu räumen und eilte dann die Treppe nach oben. Nachdem sie die Tür ins Schloss geworfen hatte, konnte sie endlich das Kuvert aufreißen. Das Firmenlogo kam ihr vage bekannt vor, die Unterschrift am Ende räumte jeden Zweifel aus. Norman McKee, ihr früherer Manager, hatte ihr geschrieben. Sie überflog die Zeilen. Wie es aussah, erhielt nicht nur sie diese Nachricht, sondern auch alle anderen ihrer ehemaligen Bandkollegen. Das durfte doch nicht wahr sein. Was sollte diese blöde Idee von einem Revival-Konzert ihrer alten Hippie-Combo? Sie, Baylee Scott, war ganz entschieden dagegen.
   Wie hatte Norman es überhaupt geschafft, jeden einzelnen von ihnen ausfindig zu machen? Nun gut, er war von jeher ein Schlitzohr. Kein Wunder, dass er zu den Topagenten im Showbiz gehörte. Damals war er noch keine so große Nummer gewesen. Aber er hatte es bereits vor mehr als zwanzig Jahren geschafft, in den Köpfen der Menschen Visionen entstehen zu lassen, und was noch viel wichtiger war: Er hatte es vermocht, sie wahr werden zu lassen.
   Norman gehörte allerdings in ihre Vergangenheit, so wie alles andere, was mit den Ted Brunner Singers zu tun hatte. Warum erhielt sie diesen Brief gerade heute? Nichts da, Baylee, ermahnte sie sich. Du bist nicht der Typ, der an das Schicksal oder sogar an Vorsehung glaubt. Bisher hatte sie es ja auch geschafft, derlei Grübeleien tunlichst zu vermeiden, und sie hatte (...)

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