Gabriele Datenet

Krimis & Thriller

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Brandmal

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Fünf tote Frauen, bestialisch ermordet und im Uferbereich eines Hamburger Sees verscharrt. Die Todeszeitpunkte liegen zwischen drei Wochen und sieben Jahren. Rituale scheinen auf denselben Täter hinzudeuten. Kommissar Friedrich Hansen und seine Kollegin Sigrun Krüger tappen zunächst im Dunkeln, doch als zwei weitere Frauenleichen aufgefunden werden und die im fünften Monat schwangere Lisa Petersen verschwindet, führt die Spur direkt zu Lisas Patenonkel Bernd Rosinski. Er soll Lisa mit K.-o.-Tropfen betäubt, missbraucht und geschwängert haben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stößt die Polizei auf Gegenstände, die dem Tathergang zugeordnet werden können: Kleidung, das Brandeisen sowie die Mordwaffe. Rosinski streitet vehement ab, ein Mörder zu sein. Sigrun Krüger glaubt ihm, sie vermutet, dass man ihm all die Dinge untergeschoben hat, um die Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken. Dann verschwindet Hansens Tochter. Hansen erfährt, dass Sophie in den Fall involviert ist. Die Angst um sein Kind bringt ihn an den Rand seiner Kraft. Wer ist der Mörder? Was geht in ihm vor? Was ist sein Motiv? Auf einem Parkplatz in der Lüneburger Heide wird schließlich Sophies Wagen gefunden. Ein Zeuge bringt die Ermittler auf die richtige Spur. Offenbar fokussiert sich der Täter jetzt auf Lisas Kind. Aber warum? Und wo ist Sophie? Werden Krüger und Hansen die beiden jungen Frauen und das Kind retten können und den Täter fassen?

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Vita

Gabriele Datenet

Seit frühester Kindheit gehören das Schreiben und Lesen zu Gabriele Datenets großen Leidenschaften. In ihren Geschichten spiegelt sich das tiefe Gefühl und die Freude wider, die sie beim Schreiben empfindet. Zahlreiche Kurzgeschichten der Autorin sind bereits in Anthologien verschiedener Genres veröffentlicht worden, unter anderem auch Krimis und Kinder- und Jugendgeschichten. Beim Schreibwettbewerb des P&B-Verlages gewann sie 2009 mit ihrer Gänsegeschichte „Humpelinchen“ den ersten Preis. Mit ihrer Obdachlosen-Kurzgeschichte „Marthe“ belegte sie den zweiten Platz des Literatur-Wettbewerbs 2010 des Hauses St. Martin am Autoberg in Hattersheim. Mit ihrer Anti-Gewalt-Geschichte „Familie im Schatten“ eroberte sie 2011 den ersten Platz des Schreibwettbewerbs der Jugendbuch-Anthologie „Voll in die Fresse“ des Rollfinke-Verlags. Im November 2013 eroberte sie mit „Atlanta“ den 2. Platz des Literaturpreises Salzhausen. 2014 erschien ihr Thriller „Im Sumpf der Angst“ im bookshouse-Verlag. Durch die vielen positiven Rückmeldungen des Buches ist die Autorin erneut in die Seelen ihrer Protagonisten geschlüpft und lässt das Hamburger Ermittlerteam in ihrem neuen Thriller „Brandmal“ weiterermitteln.

Leseprobe



1

Die Frauen auf den Fotos schienen Friedrich aus tiefen, dunklen Höhlen anzustarren, ausdruckslos, und doch irgendwie anklagend. Es waren Menschen, die nicht mehr menschlich aussahen, die zu undefinierbaren schwarzen Fleischklumpen geworden waren, kalt und starr, denen man nicht einmal mehr Alter und Geschlecht ansehen konnte. Ihr Leben und ihre Würde waren auf der Strecke geblieben.
   Gab es wirklich Dinge im Leben, die schicksalhaft waren? Unbeeinflussbar? Was war das Schicksal? Warum schlug es aus heiterem Himmel zu, gemein und hinterhältig, und hinterließ Schneisen der Verwüstung in der Seele?
   In Friedrich stieg unbändiger Zorn hoch, eine explosive Mischung aus Empörung und Trauer. So etwas konnte man wohl kaum als Schicksal bezeichnen. Er stand auf und lief hin und her. Diese Frauen waren noch so jung gewesen, ihr ganzes Leben hätten sie noch vor sich gehabt. Was zum Teufel ging im Kopf dieses Täters vor? Was war sein Motiv? Gab es überhaupt eines, oder war es die reine Lust am Töten? Vielleicht hatte er schon wieder jemanden im Visier und malte sich gerade aus, wie er am besten vorgehen wollte. Vermutlich waren diese Frauen nicht seine einzigen Opfer. Friedrich rieb sich die brennenden Augen und warf einen Blick auf die Wanduhr. Gleich zwei. Der hüpfende Sekundenzeiger bewegte sich unaufhaltsam in seine Richtung, als könnte nichts und niemand ihn darin hindern, seinem Betrachter aufzuzeigen, wie wertvoll Zeit war, wie schnell diese verrann und Augenblick für Augenblick unwiederbringlich verloren ging. Friedrich nahm plötzlich dessen Geräusch wahr, ein Ticken, das in eine Stille einbrach, die gespenstischer nicht sein konnte. Tick, tack, tick, tack. Noch nie hatte Friedrich dieses Geräusch so eindringlich gehört wie jetzt. Er atmete tief durch und versuchte, die negativen Gedanken von sich zu schieben, die in seinem Kopf umherwirbelten wie ein eisiger Wintersturm. Er sollte jetzt besser ins Bett gehen und versuchen, noch ein bisschen zu schlafen, doch er wusste, dass er das nicht tun würde, noch nicht. Sein Blick fiel aus dem Fenster in die Dunkelheit. Vollmond. Kein Wunder, dass er nicht gut geschlafen hatte, dass er immer wieder wach geworden war, obwohl er vor Erschöpfung eigentlich hätte tief und fest schlummern müssen. Er sah einen Augenblick zum Mond hinüber, der rund und hell am Himmel stand und umgeben war von unzähligen Sternen. Friedrich mochte diesen Anblick. Der Mond hatte etwas Geheimnisvolles, Faszinierendes. Diesem Trabanten sagte man nach, Einfluss auf die Erde und seine Kreaturen zu nehmen. Seine Gravitation soll sich in den Gezeiten der Ozeane bemerkbar machen, Einfluss auf den Geburtstermin eines Kindes nehmen und sogar Macht über Straftaten haben. Die Polizeichefs im südenglischen Seebad Brighton hatten 2007 die Kurven der Mondzyklen mit denen der Kriminalitätsrate verglichen. Herausgekommen war, dass bei Vollmond die Menschen gewalttätiger waren und die Rate der Verbrechen in dieser Zeit gestiegen war. Auch wenn so mancher Wissenschaftler dieses anders sah. Friedrich lächelte. Er musste daran denken, dass er und Vera sich zum ersten Mal in einer Vollmondnacht geküsst hatten. In einem Strandkorb auf Sylt. Neun Monate später wurde ihre gemeinsame Tochter geboren. Auch in einer Vollmondnacht. Es war das schönste Ereignis seines Lebens gewesen, als er Sophie zum ersten Mal in seinen Armen hielt. Sie hatte ihn mit ihren blauen Augen staunend angesehen und die kleine Hand um seinen Zeigefinger gelegt …
   Er zog die Vorhänge zu, ging in die Küche und brühte sich eine Kanne Tee auf. Wenn er schon die Nacht zum Tag machte, konnte er genauso gut die Akten durchgehen, die er sich gestern Abend mit nach Hause genommen hatte.
   Sie hatten fünf Frauenleichen, die unter Moosen und Flechten verscharrt gewesen waren, die bei ihrem Tod etwa genauso alt waren wie Sophie heute. Dreiundzwanzig.
   Ein Spaziergänger hatte am letzten Wochenende die erste Leiche am Rande des Bramfelder Sees gefunden, nachdem sein Hund einer Spur gefolgt und ein Loch in den Boden gebuddelt hatte. Als die Spurensicherung auf eine weitere Leiche in unmittelbarer Nähe stieß, waren Leichensuchhunde eingesetzt worden, die all diese toten Frauen ausfindig gemacht hatten.
   Friedrich goss Tee in einen Becher und nahm sich noch einmal die Unterlagen vor, die er mindestens schon (...)

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